Hans-Joachim Naber. Mehr als 60 Jahre Küchenbranche

Shownotes

Was macht einen Menschen zur Legende der Küchenbranche?

In dieser Episode von Küchenliebe LEGENDEN sprechen Gérard Alsdorf und Sascha Wollschläger mit Hans-Joachim „Hajo“ Naber, einem Unternehmer, Entwickler und langjährigen Wegbereiter der deutschen Küchenbranche.

1966 steigt Hajo in den kleinen Betrieb seines Vaters ein. Er erkennt früh die wachsende Bedeutung der Einbauküche und der Küchenstudios und beginnt, gezielt Produkte und Lösungen für die Küche zu entwickeln. Internationale Messen, neue Ideen und der Mut zur eigenen Produktentwicklung prägen seinen Weg.

Wir sprechen über die Geschichte von Naber, Küchenzubehör, Lüftungstechnik und Abfallsysteme, über Produktentwicklung und Design, aber vor allem über Unternehmertum, Familie und Unternehmensnachfolge.

Hajo erzählt von der Zusammenarbeit mit seiner Frau Ingrid, von seinem Sohn Lasse und davon, warum Teamgeist, Kundenbeziehungen, Neugier und Optimismus für ihn entscheidend sind.

Seine vielleicht wichtigste Unternehmerlektion:

Nicht zu früh aufgeben. Manche Dinge brauchen Geduld und Zeit.

Und welchen Rat würde Hajo seinem 30-jährigen Ich heute geben?

Hört rein!

Eine persönliche Zeitreise durch mehr als sechs Jahrzehnte Küchenbranche, Küchenzubehör, Produktentwicklung und Unternehmertum.

🎙️ Küchenliebe LEGENDEN mit Hans-Joachim Naber

Lieber Hajo, wir sagen DANKE! Küchenliebe Grüße, Gérard & Sascha

Küchenliebe. Der unabhängige Podcast rund um die Küche. Das Original.

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Küchenliebe online / Party Playlist / Instagram / facebook: https://linktr.ee/kuechenliebe Für den Intro-Titel entrichten wir selbstverständlich die GEMA-Gebühr. Ein riesiges Dankeschön an Reinhard Mey für dieses sensationelle Lied! 🎶👏 Disclaimer: Sascha und Gérard sprechen über Ideen und Erfahrungen! Sie übernehmen keine Garantie und haften nicht für Beschädigungen der Küchen und Geräte durch falsche Handhabung / Reinigung / Pflege. Ihr solltet grundsätzlich die Pflege- und Bedienungsanleitungen der Hersteller beachten! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragt ggf. Euren Küchenprofi!

Produktion: Christian Arnold (Sascha & Gérard sagen DANKE!)

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich finde das auch ganz wichtig, dass diese menschlichen Verbindungen auch, die gehören mit zum Beruf.

00:00:06: Die gehören jetzt um Sport und zu allen Lebensbereichen dazu.

00:00:10: Wir haben uns ergänzt.

00:00:12: Ja sind auch schon fünffünfzig Jahre verheiratet.

00:00:15: Das glaubt man kaum aber es ist so.

00:00:29: Sie lieben sie.

00:00:41: Hallo liebe Küchenliebenden und herzlich willkommen zu einer Sonderfolge des Küchen-Liebe Podcast.

00:00:47: Wir sprechen mit einer echten Legende, ist ein neues Format der Podcast Küchen Liebe rund um die Küche für Profis und für Küchensuchende.

00:00:55: Ich bin Gera als Dorf Und mein Name ist Wollschläger Sascha Wolltschläger.

00:00:59: Herzlich willkommen auch von mir.

00:01:01: Ja, herzlich Willkommen mal wieder zum weltbesten Küchen Podcast im Internet.

00:01:05: und heute wird es sehr persönlich.

00:01:06: wir sprechen nicht über Backöfen Wir sprechen nicht Über irgendwelche Unternehmen.

00:01:10: Heute Sprechen wir wirklich über Menschen Und das ist muss man dazu sagen Es Ist keine Werbesendung Aber der Name des Gastes ist schon Marke an sich.

00:01:21: Kommen wir gleich dazu!

00:01:23: Wir freuen uns über Feedback, wir freuen uns um Mehlsthemenvorschläge und Abonnenten natürlich.

00:01:28: Lasst gerne eine Bewertung in eurem Podcast Player da.

00:01:30: Ja Sascha für wen machen wir diese Folge Küchenliebe?

00:01:34: Also die machen wir natürlich für die Profis und auch für die gesamte Branche, natürlich.

00:01:39: Jeder der mit Küche zu tun hat wird speziell diese Folge sicher spannend finden und ich glaube unser Gast hat auch richtig viel zu erzählen.

00:01:46: Dann würde ich doch mal sagen Wir schalten direkt um nach Nordhorn Legen wir hier direkt in Nordhorn los und begrüßen ganz herzlich Hans-Joachim Naber.

00:01:57: Hans-Joachim, herzlich willkommen bei der Küchenliebe.

00:01:59: Grüß Gott und Dankeschön!

00:02:01: Also du bist unser erster Gast in der neuen Serie Küchenlegenden.

00:02:05: also ich sag mal dort werden wir Menschen einladen die etwas zu erzählen haben aus der Küchebranche die schon jahrelang beteiligt sind In diesem Bereich und die auch wirklich Die Geschichte der Kücher erlebt haben.

00:02:18: und das ist eben besonders wertvoll für uns Und wir glauben auch für unsere Hörer.

00:02:21: und Hörerin Sascha was meinst Du?

00:02:23: Ja sicherlich Wir freuen uns natürlich dass wir einen so bekannten Gast gewinnen konnten.

00:02:30: Ja, ich würde dann einfach mal sagen erst mal vielen Dank lieber Hajo.

00:02:34: du hast gleich gesagt Mensch das machen wir hier auf dem kurzen Weg.

00:02:37: Ich bin nicht der Sietzer und Das wird sich sicherlich auch glaube ich durch unser Interview ziehen.

00:02:44: es wird sicherlich sehr persönlich werden glaub ich.

00:02:46: Hajo einfach mal Wir haben natürlich ein paar Fragen vorbereitet aber jetzt mal so einfach aus der Hüfte So in einer Minute stelle ich doch mal kurz vor ja mein Name ist Hans Joachim Naber genannt Haio, dieser Name Haio.

00:02:58: Der geht eigentlich durch mein ganzes Leben.

00:03:00: Hans-Jochim steht nur in den Ausweisen.

00:03:02: Ich bin ... äh ... ... neunzeigundfünfjahrzig geboren.

00:03:06: In Halle an der Saale.

00:03:07: Meine Eltern waren dort in der Kriegszeit.

00:03:10: Mein Vater war in Valide, ich kann von meinem Vater erzählen, mein Vater ist gelernter Tischler und er hatte einen Betriebsunfall und konnte diesen Job nicht weitermachen und ist dann Kaufmann geworden.

00:03:22: Und deswegen Halle.

00:03:24: Meine Eltern sind mit mir als Säugling und meiner älteren Schwester Ende nach Nordhorn in die Heimat meines Vaters zurück.

00:03:33: und da fing dann die Geschichte zuerst einmal von meinem Vater an, der sich selbstständig machte als Handelsvertreter im Tischlereibedarf.

00:03:40: Mein Vater war ein Einzelkämpfer, der hat einen Büro gehabt, hat ein Auto gehabt und ein Lager gehabt, ein kleines Lager wo er seine Kunden schnell bedienen konnte und hat im regionalen Raum vom Ostfriesland bis... zum Ruhgebietsrand, Tischlereien, Möbelwerkstätten und ähnliches besucht.

00:03:57: Und aus dem heraus ist das dann... hat sich das dann entwickelt?

00:04:01: Und Handelsvertreter heißt er in dem Sinne, er hat dann Werkzeuge verkauft oder Produktionsmaterie, Holz, Foniere oder...?

00:04:08: Er hatte Möbelschläge gehabt, d.h.

00:04:11: also vom Möbelgriff bis zum Charnier sag ich mal und Schubladenführungen und was auch immer an Technik.

00:04:19: Da hat Werkzeuger und Maschinen gehabt, da hat Leimer gehabt Alles was einen Bau- und Möbeltischler braucht, um seine Möbel oder seine Türen oder so fertig zu bekommen.

00:04:32: Damit bin ich groß geworden mit dem Handelsvertreter Job meines Vaters.

00:04:36: Der war die Woche überhaupt unterwegs.

00:04:38: Am Freitag kam er dann von seiner Besuchstour an seine Kunden besucht und hat am Sonntag seine Aufträge geschrieben und am Montag ging es wieder auf die Straße.

00:04:49: Das war dann auch eine Prägung für dich, wenn Fatih die ganze Zeit nicht da war.

00:04:54: Er hat also ich sage mal für die Familie Geld verdient und Aufträge herangeholt.

00:04:59: am Wochenende war hoffentlich auch ein bisschen Zeit da um Was nicht, mit dir Fußball zu spielen oder mal Zelten zu gehen?

00:05:06: Oder wie war so die Kindheit in einer Handelsvertreter-Familie.

00:05:10: Hat er sich wohl Zeit genommen für seine Kinder ... Ich war ja nicht der Einzige, sondern wir waren insgesamt sechs Kinder.

00:05:16: also die Zeit war auch da vier Schwestern und zwei Brüder.

00:05:20: Und am Wochenende ist er was weiß ich Sonntagsmaus mit uns in den Wald gefahren und hat Tiere beobachtet.

00:05:26: oder Wir sind zum Fußball Von Eintracht Nordhorn, der war damals noch Oberliga-Nord.

00:05:33: Ich brauchte mich zeitweise zum Fußballspiel gefahren und haben uns die Spielangeguckt usw.

00:05:38: Und Betminken gespielt auf dem Hof zu Hause oder solche Dinge.

00:05:44: also er hat sich schon um die Kinder gekümmert aber der Job war nun auch wichtig um Geld zu verdienen.

00:05:50: Klar!

00:05:51: Wie ist das dann weitergegangen?

00:05:53: Wann ist aus diesem Handelsvertretung ein Handel geworden?

00:05:56: Er hatte einen... Ich glaube, drei oder vier Handelsvertreter.

00:06:01: Eine Hauptvertretung einer großen süddeutschen Firma, zweitere kleinere Vertretungen und hatten nebenbei auch noch was nicht mit den Verträgen dieser Firmen kollidierte.

00:06:10: Noch nebenbei ein Großhandel gehabt in Tischlerer Bedarfe.

00:06:14: Das war ein geringer Umsatz.

00:06:16: Das, was die vertretenen Firmen nicht hatten durfte er vertragsmäßig halt eben auch verkaufen.

00:06:22: das hat er gemacht.

00:06:23: Er war wie gesagt ein Einzelkämpfer.

00:06:25: irgendwann ist meine ältere Schwester mal zu ihm dann gestoßen und hat Büroarbeiten gemacht.

00:06:31: Das müsste so in der Zeit gewesen sein.

00:06:37: Die beiden, die haben das fleißig weitergemacht bis ich aus der Bundeswehr kam.

00:06:43: nach meiner Ausbildung war ich auch zwei Jahre bei der Bundeswehren als Zeitsoldat und da hatte er mich gefragt ob ich bei ihm anfangen wollte möchte und ich habe gesagt dass mache ich einen blauen Renault IV gekauft und hat gesagt, das ist ein Reiseauto oder eine Reisewagen.

00:07:01: Ich habe viele Bereiche in meinem Gebiet die noch Luft haben wo viele Betriebe sind, die man noch besuchen kann.

00:07:08: Und es ging sagen wir bis zum Ruhrgebiet heran, bis recht gegen Hausen oder so.

00:07:13: und somit bin ich dann am ersten Oktober neunzehnt sechsten Sechs Tepaarien angefangen und hab nach Kunden gesucht und auch gefunden.

00:07:23: Das war dann die Zeit, wo auch immer mehr kleinere einzelne Küchenstudios kamen.

00:07:30: Wo die Küche etwas ... Die habe ich dann auch noch mit besucht nicht nur Tischlereien und bin durch das Reisen in unbekanntes Land sehr schlau geworden hab gemerkt was die Küchen-Studios brauchen und aus dem heraus hat sich dann eben dieses Küchenzubehör entwickelt.

00:07:46: Jetzt machen wir einmal die Rolle rückwärts.

00:07:47: noch mal zum Thema Sport und wie weit Sport Harjo in seinem Leben begleitet hat.

00:07:51: Ja, ich bin mit vier Jahren in den Turnvereinen gekommen und habe zunächst einmal Gerät geturnt also vom Bodenturm bis zum Hochreg oder so.

00:07:59: das hab' ich bis zu meinem zwölf- und dreizehnten Lebensjahr gemacht.

00:08:02: dann war mir das zu gefährdigt, da war leichter der Dick schöner und dann habe ich mich mehr auf leichter Dick konzentriert die ganz normalen Dinge.

00:08:10: mein Vater hatte mir zwei Kugeln Mitgebracht.

00:08:14: von irgendeiner Gießerei hat die gewächsmässig getestet, wie schwer sie waren.

00:08:18: Und dann hat er mir das Kugelschoßen beigebracht zu Hause auf dem Hof.

00:08:22: Die Technik und so bin ich halt eben zu erleichtert gekommen.

00:08:26: Dann, wie gesagt, mit dem Langstrecken auch.

00:08:28: Wir haben dann so Kreisstadt-Waldlaufmeisterschaften und Bezirkswaldlaufmeisterchaften.

00:08:33: Und tausend Meter lauf, fünftausend meter usw.

00:08:37: Das kam hier bei der Bundeswehr später auch zugute.

00:08:39: diese Erfahrungen in Merschenich war bei der Bundeswehr in Klaus-Zellerfeld, hab da meine Grundausbildung gemacht.

00:08:46: Und dann hast du ja auch da einen Gruppenleiter, der dir dann in dieser Gruppe das Leben in die Bundeswehr beibringt und wenn wir dann ins Gelände marschiert sind... Ich war in der zwölften Gruppe von zwölf Gruppen der größte nicht?

00:08:59: Wir wurden der Größe nach eingeteilt.

00:09:01: ich war der Größter in der kleinsten Gruppe direkt hinter dem Ausbilder.

00:09:05: Der Ausbilde war gut ausgebildet, trainiert wahnsinniges Tempo vorgelegt bis mir am dritten Tag meine Kollegen hinter mir.

00:09:12: Wenn du weiterhin so ein Tempo machst, dann hauen wir dir mal einen auf den Schnauz.

00:09:18: Du machst den Schnitt kaputt?

00:09:20: Du bist zu schnell und ich hab mich natürlich auf die Mannschaft eingestellt und nicht auf den Ausbildern.

00:09:25: So haben alle mit ... Aber die haben ja nachher auch geholfen beim Fünftausend Meterlauch für irgendeine Zeit, die ich machen musste.

00:09:37: als Schrittmacher sind die ... Jeder tausend Meter mitgelaufen, damit ich eine bessere Zeit kriege und so.

00:09:44: Also das haben die auch gemacht.

00:09:48: Sport war wichtig.

00:09:49: Ja je langstrecken Sport als Unternehmertum ist ja auch kein Sprint.

00:09:54: Das ist ja ein Marathon.

00:09:55: da muss man auch lange durchhalten.

00:09:57: du bist auch Marathon gelaufen oder Halbmarathon auch?

00:10:00: Ja das macht auch Spaß.

00:10:02: quer durch die Landschaft zu laufen.

00:10:05: Das ist wunderschön!

00:10:06: Aus dem heraus sind dann später auch die Wanderungen entstanden, ne?

00:10:10: Das erste was ich um Jakobsweg gelaufen habe – das war ja von Frankreich aus – war dass mein Freund Felix der mitgelaufen ist.

00:10:18: Der hat mir jetzt zwar gesagt, was sich einpacken sollte aber ich hatte zu viel.

00:10:21: Ich hatte glaube ich achtzehn Kilo oder neunzehnt Kilo auf meinem Rucksack.

00:10:25: Wahnsinn!

00:10:27: Da hab' ich aber... Einige Federn gelassen während der Wanderwochen da und hatte nachher nur noch sieben Kilo.

00:10:33: Es geht auch reihe in der Tube.

00:10:35: Also aus meiner Wandererfahrung Haio, wenn man so mit zehn Kilo unterwegs ist plus Wasser dann isst das schon ein ordentliches Paket.

00:10:43: also siebzehn neunzehn Kilo Heidewitzka?

00:10:46: Da hast du aber geschleppt die ersten Tage.

00:10:48: Ja ja gut.

00:10:49: Haio hat an seine Bundeswehrzeit gedacht wahrscheinlich.

00:10:52: Ja es geht alles aber das war nicht nötig und deswegen habe ich reduziert Und hinterher bin ich nur noch mit sieben Kilo gewandert.

00:11:00: Also reicht voll und ganz aus, ne?

00:11:03: Mich beeindruckt immer wenn jemand Marathon läuft.

00:11:06: Ich hab das bisher noch nie gemacht.

00:11:07: Ich bin mal zehn Kilometer gelaufen alles gut alle schön.

00:11:10: aber hast du einen speziellen Tipp?

00:11:12: wenn man Marathon laufen sollte bei so was wie geht's?

00:11:15: Einfach mitlaufen!

00:11:17: Ich habe mich immer in die erste Stadtreise gemogelt und war dann nachher im hinteren Drittel.

00:11:24: Aber vorne hast du erst mal die ersten zwei Kilometer, hast du erstmal freie Bahn.

00:11:29: Wenn du in der ersten Stadt reibst das ist immer gut.

00:11:32: Hast du das in deinem Arbeitsleben auch gerne so gemacht?

00:11:35: Also nicht nach vorn gemogelt.

00:11:36: aber hast du auch immer gedacht wenn ich weiter vorn bin dann sind auch meine Chancen besser?

00:11:41: Kann ich so jetzt im Moment nicht sagen... Ich denke das Ziel ist immer weiter nach voren zu kommen nicht wie beim marathon laufen nach hinten zu sagten in den letzten dritteln sondern da vorne zu kommen im ersten drittel.

00:11:56: das ist richtig so ist es.

00:11:57: wir kommen noch mal zu dem blauen r vier.

00:11:59: alle wissen nicht alle wissen was das ist.

00:12:01: das war ein wirklich schickes auto von renau mit so einer revolver schaltung total ja in den sechziger jahren.

00:12:08: dann Genau, man würde heute sagen das ist wie so ein Mini-Van.

00:12:11: Ein kleiner Transporter starkes Ding.

00:12:15: und kannst du dich an deinen ersten Arbeitstag erinnern?

00:12:18: Wie war das?

00:12:21: Du musst es ja Adressen lesen und Stück für Stück die Adressin abfahren.

00:12:28: Ich sage mal auch fremd für die meisten Kunden.

00:12:30: Der eine oder andere Kunde, ich hatte neulich noch wieder Besuch im Hause der eine oder anderen Kunde aus der ersten Zeit, aus den ersten Monaten.

00:12:38: da sind sogar die Verbindung etwas fester geworden.

00:12:41: Ich habe einen frühen Kunden von Gronau und wir treffen uns heute noch so alle paar Wochen ab und zu mal auf dem Glas Wein oder so.

00:12:49: Also das sind auch bleibende Verbindungen zum Teil.

00:12:52: Und es ging damals ohne Navigationssystem?

00:12:55: Das ging ohne Navi.

00:12:56: Nach über fünftig Jahren, Haio?

00:12:58: Nach über fünfzig Jahren ja.

00:12:59: Und das ist neunzehnzechsundsechzig bis heute gehalten.

00:13:02: also ich finde es auch ganz wichtig dass diese menschlichen Verbindungen auch, die gehören zum Beruf, die gehen mit zum Sport und so allen Lebensbereichen dazu, dass man die pflegt und dass man sie auch baut.

00:13:19: Unbedingt wir sind Sozialtiere.

00:13:22: Ich hab z.B.

00:13:22: einen der is.

00:13:25: Ich war während der Bundeswehr Zeit in Klausler-Zellfeld mit der Grundsberliner, aber ein Dreivierteljahr lang in Paderborn.

00:13:34: Das ist ja auch das mitten im Herzen der Möbelindustrie auch da.

00:13:39: und einer meiner Kollegen damals ich war in einem Stab Assistent eines technischen Obiziers und einer, der zu meiner Gruppe gehörte.

00:13:49: Der war später Assistent von Heinz Nixdorf.

00:13:52: Mit dem habe ich heute noch Kontakt.

00:13:57: Solche Bekanntschaften macht man auch während dieser Zeiten.

00:14:02: Und ab und zu telefonieren wir sogar nochmal miteinander.

00:14:05: Die haben alle ihren Weg gemacht aber das macht schon ... Hat schon Spaß gemacht auch.

00:14:10: Haio, wie war die Zusammenarbeit damals mit deinem Vater?

00:14:13: Musst es dir deine Position erkämpfen?

00:14:17: oder war das ein sehr guter Übergeber der gesagt hat kommen, der Junior ist da und kriegt jetzt Verantwortung?

00:14:25: Wie lief das ab?

00:14:26: Ich war in den ersten Oktober, der Dritte waren drei Personenbetrieb Mein Vater als Einzelkämpfer für einen Außendienst meine jüngste, damals zweitjüngste Schwester.

00:14:41: Die ist als Lehrlinge angefangen, als Groß- und Außenerhandelskauffrau oder so.

00:14:46: Und ich kam von der Bundeswehr wieder.

00:14:48: Wir waren zu dritt.

00:14:49: Das war so der Beginn dieser Entwicklung.

00:14:52: Später kam dann durch meine Initiative und durch den Aufbau, durch neue Gebiete usw.

00:15:01: weitere Mitarbeiter hinzu, aber als ich einschieg waren wir drei.

00:15:05: Und dann seid ihr schon so in das Thema Küche eingestiegen?

00:15:09: Welcher Artikel hattet ihr damals im Portfolio?

00:15:12: Im Portfolium waren Möbelbeschläge, was ich vorhin schon sagte, in allen Variationen Kleinmaschinen, Werkzeuge und solche Dinge.

00:15:24: In seinem kleinen Großhandelsbereich hatte er Spülen Amaturen, die er dann sich irgendwo besorgt hat bei einem Zulieferer oder so.

00:15:33: Wir haben dann angefangen ... Oder ich hab dann angefang mich auch auf Küchen zu konzentrieren, weil das ja ein Gebiet war was in der Entwicklung war, wo immer mehr Küchenschutz gab und habe die Augen und die Ohren aufgehalten und geguckt, was sie an Produkten brauchen.

00:15:50: und so sind wir Stück für Stück zu den Produkten gekommen, die dann später unser großes Programm bilden.

00:15:59: Also hast du im Prinzip das richtige Näschen gehabt damals?

00:16:03: Diese Entwicklung in Ostwestfalen miterlebt wie sich die Küchenbranche entwickelt hat denn ganz viele Küchenhersteller sind ja in dieser Zeit gewachsen größer geworden und die Küche hat einfach an Bedeutung gewonnen.

00:16:15: So war das ja damals nicht!

00:16:17: Die Küchen-Hersteller haben sich entwickelt und das war der Küchentrend auch, der sich dann da entwickelt hat.

00:16:25: Das ist ja ganz gut!

00:16:26: Und ich habe nach Produkten gesucht die in der Küche gebraucht wurden auch.

00:16:31: Ich bin dann auch, das war dann auch schon in den späten sechzehrjahren.

00:16:36: aus sechszehntig bin ich eingestiegen bis in die siebzehr jahr bin regelmäßig auf ausländische Messen gefahren.

00:16:48: Sanitärmesser oder bei sonstigen Messen, sondern ich bin nach Paris gefahren.

00:16:53: Ich bin nach Mailand gefahren und habe mir die internationalen Messen.

00:17:01: Ich war sogar zwei-, dreimal in USA gewesen auch.

00:17:04: Hab mich umgesehen nach Produkten, die zu dem Küchenprogramm passen oder manchmal auch nach Kunden gesucht.

00:17:11: Auch im Ausland gab es ja Leute, die Küchen produzierten und verkaufen.

00:17:15: Und so sind dann auch die Programme entstanden.

00:17:19: So sind wir zum Beispiel auf Lufttechnik gekommen, nicht?

00:17:26: Die Lüftungstechnik, genau.

00:17:28: Die Lufthungsthechnik waren noch relativ neu in den sechziger Jahren.

00:17:32: Zunächst haben die flexibles Schläuche verwendet bis eine Süddeutsche Firma einen Flachkanal entwickelt hat, das produzieren ließ und dann im Programm ... Wir haben dann später unsere eigene Lufttechnik entwickelt.

00:17:47: Aus den Fehlern der anderen gelernt, die wir in der Anfangsphase festgestellt haben und stufenweise eben ein Programm entwickeln.

00:17:56: Und ich habe das Glück gehabt, dass ich nicht ... Wenn ich meinem Vater gekommen wäre damals und hätte gesagt dieses Programm besteht aus zehn Teilen, Spritzeuge, Extrudewerkzeug.

00:18:06: Ich brauch dafür eine halbe Million an Werkzeugkosten Dann hättet er mich erschossen.

00:18:11: Aber ich habe Wege gefunden, um die Dinger in Bewegung zu bringen.

00:18:16: Aber Hajo im Grunde genommen ist es ja so.

00:18:18: du hast dann in dem Unternehmen ein Paralleluniversum aufgebaut Ja?

00:18:24: Vater war unterwegs damals mit den Beschlägen und was auch immer Und du hast da diesen Bereich Küche parallel aufgebaut.

00:18:30: Ist es ihm dann denn schwer gefallen sag' ich mal das Unternehmen, dass sich an dich abzugeben?

00:18:37: Wie kann man sich so eine Übergabe vorstellen?

00:18:40: Du hast ja dann schon sehr viel Verantwortung gehabt und ihr auch selber aufgebaut.

00:18:43: Das hat sich auch um das mäßig, hat sich das dann ja auch entwickelt.

00:18:47: also er hat stufenweise... abgebaut seiner Tischler, Kunden mit Möbel beschlägen und hat schon gesehen wo der Weg hingeht.

00:18:54: Ich habe mich mit meinem Vater gut verstanden.

00:18:56: da gab es auch keinen Konkurrenzkampf.

00:18:58: er hat mir viele Tipps und Ratschläge gegeben und da sind wir gut zusammen haben wir gut zusammengarbeitet.

00:19:04: auch also ihr habt beide sozusagen die Entwicklung erkannt das einfach zu groß für euch in der Küche lag?

00:19:11: Er hatte nicht so viel Küchenerfahrung aber er hat doch schon gesehen dass der Weg gut war ... hat mich arbeiten lassen, so wie ich das wollte.

00:19:19: Da sind wir im Prinzip schon bei einer super Überleitung ja auch angefangen... ... dass Unternehmen mal als... Ich nenne es mal Großhändler sozusagen?

00:19:30: Ja!

00:19:31: Das was das Unternehmen mittlerweile ist ein Großteil der Produkte die ihr verkauft, die stellt ihr ja auch selbst her.

00:19:38: Ja, das machen wir auch, ja.

00:19:40: Das war damals nicht der Fall, als ich beim meinem Vater anfing hatte er nichts produzieren lassen sondern hat seine Handelsvertretung gab es und seinen Großhandel, deinen kleinen Großhandeln.

00:19:50: Das ist zwangsläufig die Entwicklung gewesen.

00:19:52: wenn du eigene Ideen hast musst du auch selber produzieren oder produzieren lassen.

00:19:58: auch ich habe auch das Glück gehabt durch die Zeit hinweg wir sprachen jetzt von sechszehntig bis fünf siebzig.

00:20:04: da fing das Anfang der siebte Jahr auf die richtigen Leute kennenzulernen.

00:20:09: und sag mal das sind zwar keine doch zum Teil auch sehr Intensive Freunde geworden auch, aber die von Produktion Ahnung hatten.

00:20:18: Ihr habt zum Beispiel einen Freund der war Designer.

00:20:22: Wenn ich Ideen hatte hat er die Zeichnerisch umgesetzt und da ist dann ein Produktfamilie oder ein Produkt rausgeworden.

00:20:29: Von mir kamen die Ideen und er hat sie dann ins Design umgedient.

00:20:34: also so solche Leute habe ich getroffen und das sind Freunde geworden mit denen man solche Produkte oder ich hab Guten Freund.

00:20:44: Der lebt heute in Finnland, der auch aus der Design-Zene ist und jetzt noch ist.

00:20:51: Du musst die richtigen Bekannten und Freunde haben wenn du keine Ahnung von dem hast, die dir helfen und dann mit dir gemeinsam die Produkte entwickeln.

00:21:04: Lieber Hajo es gibt ja so einen schönen Spruch, der sagt hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine sehr starke Frau Und das ist ja bei dir auch der Fall gewesen und immer noch.

00:21:14: was für eine Rolle hat deine Frau Ingrid im Unternehmen gespielt?

00:21:17: Ja, wir haben uns ergänzt.

00:21:20: Wir sind auch schon fünffünfzig Jahre verheiratet.

00:21:23: Das glaubt man kaum aber es ist so Glückwunsch!

00:21:29: Also meine Frau die hat Industriekauf-Frau gelernt auch und kommt auch aus der kaufmännischen Szene.

00:21:35: sie hat ... nur kurz zu erwähnen, sie macht Controlling Buchhaltung alles was mit Zahlen mit Personal zu tun hat.

00:21:46: Das hat sie mir immer abgenommen und ich mache die andere, mache die Andräge Produktentwicklung einkaufen usw.

00:21:54: So haben wir uns ergänzt.

00:21:56: Sie war im Zahlenbereich, im Finanzbereich

00:22:00: usw.,

00:22:00: hat die Kontakte zu den Banken oder anderen Organisatoren.

00:22:06: Und da brauchte ich mich nicht zu kümmern.

00:22:08: Das hat sich gut ergänzt und das macht auch... Hat auch Spaß gemacht, macht jetzt noch Spaß.

00:22:13: Könnte man so beim Abendessen das Thema Firma ausblenden?

00:22:16: oder war im Prinzip gab es gar keine Arbeit?

00:22:20: War das alles eins des Lebens- und Unternehmens?

00:22:23: Nein also ich habe zwar zeitweise Phasen gehabt wo morgens um sieben angefangen bin und um elf aus dem Betrieb wieder kamen.

00:22:32: Das waren auch so ein paar Jahre, das hat sie mitgemacht.

00:22:36: Sie war dann zu Hause, sie hatte normale Arbeitszeiten oder vielleicht eine Stunde länger oder so.

00:22:41: aber dass wir nur noch Firma im Kopf hatten kann ich nicht sagen.

00:22:47: Wir sind normal in Urlaub gefahren und wir haben drei Kinder zum Beispiel die Zeit mussten.

00:22:54: wir haben für die jetzt hier unter Kindern Normale, ich sag mal, Haushaltsführung.

00:23:01: Da waren dann Kinderfrauen da oder da waren dann Putzfrauen dort?

00:23:07: Das gerade gesagt, es gab auch mal Zeiten ... Da war's so um sieben im Laden und um dreiundzwanzig Uhr ist zu Hause.

00:23:13: Es gab ja wahrscheinlich auch mal vielleicht bei euch mal schwere Zeiten.

00:23:16: die Küchenbranche ist nicht immer nur erfolgreich gewesen.

00:23:19: Und das gab hier und da den anderen Marktbegleiter.

00:23:23: Gab es mal irgendwo eine Zeit Wo ihr gesagt habt, jetzt ist es ein bisschen schwierig.

00:23:28: Und wie kommt man aus so einer Geschichte raus?

00:23:31: Hat man dann eine besondere Produktidee, hat man da eine neue Vertriebsidee?

00:23:36: Ist man besonders fleißig?

00:23:37: oder gab es so eine Situation?

00:23:40: Es gibt immer Entwicklungen und das hast du gerade auch schon gesagt mit der Küchenkonjunktur ging's ja nicht immer nur bergauf.

00:23:51: sicherlich auch mal Zeiten.

00:23:52: Ich bin ja langstricken Läufer, aufgeben tue ich sowieso nicht sondern ich mache die fünftausend Meter oder die zehntausende Meter durch und wenn ich voll letzter werde oder so das ist egal.

00:24:05: Aber aber Die Zeiten haben wir in der in der Form eigentlich so in dieser.

00:24:11: es gab sicher die Zeiten wo der Umsatz Mal ein bisschen einbrach und hier aber Das ist auch jetzt der Fall dass wir Immer versuchen, Dinge zu finden im Markt die in den Küchenbereich hineinpassen.

00:24:26: Wir informieren uns über unsere Mannschaft, die ist sehr viel unterwegs.

00:24:31: wir haben inzwischen ja eine eigene Entwicklungsabteilung mit ein paar Ingenieuren.

00:24:36: das finde ich auch.

00:24:37: der erste Ingenieur den wir hatten Mein Freund Eduard, der war Industriedesigner.

00:24:43: Inzwischen haben wir eine ganze Abteilung mit mehreren Ingenieuren.

00:24:46: Wir arbeiten heute mit Hochschulen zusammen schon seit etlichen Jahren.

00:24:51: Das fing an Anfang, ich glaube, vierundachtzig war das.

00:24:56: haben wir im betriebswirtschaftlichen Bereich Beratung gesucht.

00:25:00: Nicht weil wir es brauchen, sondern weil wir das wollten, weil die Firma modernisieren wollten und auf einen aktuellen Stand bringen wollten.

00:25:07: Das war dann mit einer Hochschule bei uns am Nahbereich.

00:25:11: Die beiden Professoren, die uns damals geholfen haben oder den Bereich aufgebaut haben, gehören mit zu meinen besten Freunden heute nicht?

00:25:19: Das waren wie gesagt, vier nach sich, fünf nach sich!

00:25:22: was ich auch gemacht habe, war auch nach der Wende.

00:25:26: Da hab' ich meinen Leuten gesagt wir sollten mal Kontakt aufnehmen oder gab's ja in der DDR, die gibt es heute ja wieder, die Hochschule Brüche-Gemischstein in Halle an der Saale, die auch Design machen nicht?

00:25:37: Die machen Mode-Design, Smugdesign, die machen Industriedesign und so weiter... Und wir haben gleich ziemlich zwei drei Jahre danach Kontakt aufgenommen zu Brüchgemischstein.

00:25:50: Ich habe mir gedacht, Haller an der Saale ist ja mein Geburtstag und da haben meine Eltern gelebt.

00:25:54: Nimm doch mal Kontakt auf zu der Hochschule und seitdem arbeiten wir jedes Jahr.

00:25:59: oder jetzt durch die Pandemie ist das ein bisschen benachteilbar.

00:26:04: Wir haben gerade wieder einen Projekt mitgemacht.

00:26:07: auch und semesterweise werden den Studenten irgendwelche Aufgaben gegeben mal finanzieren und steuern das zusammen mit den Professoren.

00:26:17: Und suchen nach neuen Produkten, wir kopieren nicht die anderen sondern wir suchen danach... Das ist ein größter Problem was heute die Wirtschaft hat.

00:26:27: Die kopieren die erfolgreichen und versuchen Billier zu sein und hauen sie so vom Markt.

00:26:33: ich suche neue Ideen für die Küche oder für den Markt und finde die meistens mit jungen Kräften die für uns dann eben aktiv sind.

00:26:47: Und das machen wir unter anderem auch mit Hall an der Saale.

00:26:49: Dieses ganze Thema Lüftungstechnik, das war ja eine Eigenentwicklung.

00:26:53: dann später und das ist würde ich mal so behaupten einer eurer wichtigsten Produktgruppe in dem Bereich.

00:27:00: jetzt habe ich einmal eine Frage zu dem Thema.

00:27:03: Das ist keine Eigenentwickelung.

00:27:05: aber Ich hab das sehr gefeiert als ich das gelesen habe.

00:27:08: Ihr habt ja dann auch mal etwas nicht selber erfunden, und zwar das Vesco-Müllsystem.

00:27:14: Ihr habt da das Unternehmen Vesko, ich will mal sagen gerettet gekauft weitergeführt.

00:27:20: also ich sage jetzt mal für die Branche, für die Welt dicken dicken Dank Haio und lasse dass ihr das gemacht habt.

00:27:26: Wir kennen die Firma Veszko schon sehr lange.

00:27:29: der vorherige Chef Egbert Neuerhausen weiß ja ob ihr den kennt aber Egbert Den kannten wir auch und etliche Mitarbeiter.

00:27:38: Und als diese Situation entstand mit der Insolvenz, wartest du ab und überlegst und diskutierst mit deinen Leuten?

00:27:46: Und dann haben wir uns entschlossen die Schutzrechte zu kaufen, die Namensrechte, um uns so verschiedene andere Dinge vom Insolventsverwalter machen das weiter!

00:27:56: Das wäre schade wenn dieser über hundert Jahre alte Firma solche interessanten Produkte hergestellt hat plötzlich verschwindet vom Markt.

00:28:05: Oder nach China gegangen wäre, ne?

00:28:07: Ich finde eine Chance hat das verdient und wir merken dass an den Zahlen die sind gut geworden jetzt auch in den letzten Wochen.

00:28:14: Hat sich gut entwickelt!

00:28:15: Haioh wie hast du das geschafft über ein so langen Zeitraum?

00:28:20: immer deine Neugier, immer auf was neues und mehr zu machen oder Dinge besser zu machen?

00:28:27: Du bist ja... Wir merken, du bist ja immer noch nicht müde.

00:28:32: Du gibst auch immer noch mal Impulse ins Unternehmen?

00:28:35: Wie hast du das geschafft, dass du immer noch neugierig geblieben bist?

00:28:38: Das liegt im Blut an meinen Vorfahren.

00:28:41: Das sind die Gene, die man kriegt mitbekommen.

00:28:46: Bei uns hier im regionalen Bereich sind die Leute sehr neugärig.

00:28:50: Aber das waren in der Regel Bauern und Landwirte ... Und Kleinstädter, ne?

00:28:57: Der andere Teil meiner Vorfahren stammt aus Frankreich von meiner Mutterseite.

00:29:02: Das waren Franzosen und Tschechien.

00:29:03: Die Mischung passt vielleicht ganz gut, nicht?

00:29:06: Die Franzosen mussten in der französischen Revolution flüchten die Tschechin haben sie aufgenommen und mein Großvater mütterlicherseits war sehr reisefreudig.

00:29:15: Zwei Jahre in Norwegen gearbeitet gelebt und in Holland, zwölf Jahre.

00:29:19: Da ist meine Mutter zur Schule gegangen.

00:29:21: also wo steckt das im Blut?

00:29:23: Es gibt ja so Menschen die unter der Dusche die besten Ideen haben.

00:29:27: Wo hast du deine besten Idee gehabt?

00:29:28: beim Wandern?

00:29:29: In der Badewanne!

00:29:36: Ja da ist mein Entspannt.

00:29:37: Na, wo hab ich die Beste in den?

00:29:39: Ich lese viel.

00:29:40: Ich habe viel Fachzeitung weltweit abonniert und da bekommen sie so zugeschickt von irgendwelchen Verlagen.

00:29:48: Ich sag mal so... ...ich hab immer schon viel und gerne gelesen.

00:29:53: erstes Antiquarische Bücher.

00:29:55: Ich bin früh angefangen zu trödeln im jungen Jahr schon mit vierzehn, fünfzehn.

00:29:59: Ich war nicht nur Jäger, sondern auch Sammler!

00:30:01: In den Jungen Jahren schon.

00:30:05: Meine Frau sammelt andere Dinge, aber das ist einer unserer Hobbys.

00:30:08: auch meine Frau sammt zum Beispiel ärztgebegische Volkskunst, ne?

00:30:12: Schon vor der Wende.

00:30:13: also da sind wir auch ein zwei drei Mal im Jahr im Erzgebege und unsere Kunden bekommen als Weihnachtsgeschenk Nicht jeder, aber viele Kunden bekommen als Weihnachtsgeschenk ein Räuchermann jedes Jahr von uns.

00:30:25: Das ist eine Tradition?

00:30:27: Die ist sehr geliebt im Handel.

00:30:30: Machen wir ... Wir haben immer schon gesammelt.

00:30:33: Ich weiß noch aus unserer Kleiner Tochter Nora die Jüngste geboren war, zwei Neunzig war die Grenzen ja gerade offen.

00:30:40: Da bin ich mit meiner Frau und der kleinen Nora in der Hand eine Woche ins Erzgericht gefahren besucht.

00:30:47: Die kleine Nora, die hatte ich an der Hand und meine Frau hat ihre Sachen geguckt oder gesucht oder so, ne?

00:30:53: Und Nora...und wir sind dann angefangen zusammen weil ich musste die Nora ja beschäftigen und da haben wir Eselfiguren gesammelt zum Beispiel eine Zeit lang.

00:31:03: also solche blödsinnigen Ideen sind wir gekommen was ich zum Beispiel auch gesammlet habe.

00:31:08: Anfang der schätzlichen Weise.

00:31:10: sechs Mitte der sechthier Jahre Frühe Kunststoffe, Baklid habe ich zum Beispiel gesammelt.

00:31:15: Produkte aus den ersten Kunststoffen, die sind vom Design ja interessant gewesen weil sie auf den zwanzigertrachtigen Jahren gemacht worden sind und das hat mich interessiert.

00:31:26: Ich hatte eine ganze Schränke voller Baklit von Fingerhut bis zum Fernseherparat oder so.

00:31:32: Solche verrückten Ideen habe ich.

00:31:35: Aus dem Ideen findet man auch manchmal eigene Ideen für die eigenen... Produkte, Ideen.

00:31:42: Jetzt kommen wir nochmal zum Unternehmer.

00:31:43: schöner Übergang.

00:31:44: Frage warst du kritikfähig oder bist du Kritik fähig?

00:31:50: und wer durfte Kritik äußern?

00:31:51: Ich sage jetzt mal über Spitz durfte auch der Auszubildende wenn er eine Entscheidung vielleicht in Frage gestellt hat oder ne bessere Idee hatte dürfte der das äußeren oder durfte nur Ingrid ihre Ideen mitbringen?

00:32:04: also Soweit ich mich erinnern kann, gab es da nie Probleme.

00:32:09: Wir haben immer offen diskutiert und Ingrid durfte genauso immer kritisieren auch in der Familie.

00:32:14: Ich habe dann die Probleme gehabt.

00:32:16: manchmal war man vielleicht sauer aber Das geht vorbei ne?

00:32:21: Ja das geht vorbei.

00:32:23: Also es gab dann auch die ab und an mal sicherlich dass du eine Produktidee hattest Aber sie haben dir dann vielleicht auch Mal gemeinsam ausgeredet Gab es das auch genug Genau.

00:32:36: Und trauerst du einer Idee nach, die du dann nicht umgesetzt hast?

00:32:40: Das hilft der Trauer, ne?

00:32:42: Da muss man weiter das nächste anpacken und weiter geht's!

00:32:47: Ja, hilft da nichts,

00:32:48: ne?!

00:32:48: So, pass auf.

00:32:49: Hajo ich habe etwas vorbereitet.

00:32:52: Ich habe hier eine kleine Nachricht für dich.

00:32:54: Mach das jetzt mal ganz laut und dann hörst du da mal hin.

00:32:57: Da ist eine gute Freundin, die hat eine Frage an dich.

00:33:00: Du kennst sie ganz sicher.

00:33:01: Lieber Hajo... Ganz liebe Grüße von Malus.

00:33:06: Ja, das ist bestimmt eine Überraschung fand ich auch als Jera mich gebeten hat als kleiner Zaungast bei euch im Podcast dabei zu sein.

00:33:16: Danke an dieser Stelle noch einmal und ich habe die Ehre, ich darf dir eine Frage stellen.

00:33:22: Bevor ich das tue möchte ich aber ganz ausdrücklich mich noch einmal ganz herzlich für deine Unterstützung bedanken insbesondere in meinen Anfängen meiner Selbstständigkeit.

00:33:35: Das fand ich ganz großartig selbstlos und so habe ich dich auch immer erlebt als ganz großherzigen Mensch.

00:33:43: Und ja, meine Frage ist wie hast du es auch in schweren Zeiten geschafft deine Motivation hoch zu halten?

00:33:52: Liebe Grüße von Malus.

00:33:53: Ja, danke malus!

00:33:56: Deine Eltern haben wir übrigens, ich glaube vorgestern war das noch besucht ne?

00:34:00: Ich bin eigentlich Optimist und dort habe ich auch vorzuleiben selbst in schwierigen Situationen.

00:34:05: Das ist zum Beispiel beim Langstreckenlauf wenn du hinten liegst dann versuchst du wieder nach vorne zu kommen auf, wenn der abgesagt ist.

00:34:11: also ich geb nicht auf und Bin Mannschaftsspieler im Sport nicht Gerät tun ist ja ein einzelnes Sport an Einzelkämpfer Sport an.

00:34:20: aber Handball gespielt, ich hab auch Faust ball gespielt.

00:34:25: Die weiß ja nicht ob ihr das kennt wird den Ton fein gespielt Dann bin ich zumindest ein bisschen in deutschen Meisterschaften gekommen aber kein deutscher meister mit meiner Mannschaft geworden.

00:34:36: und wenn du lernst zu gewinnen dann lernste auch zu verlieren.

00:34:40: Aber aufgeben gibts bei mir nicht!

00:34:42: Dann brauchen wir die Frage gar nicht stellen was war die schwierigste Phase deines Berufslebens?

00:34:48: gab es eine schwierigste phase?

00:34:50: Es gab mal Zeiten, wo die wirtschaftliche Lage etwas schlechter war oder in der Umstellungsphase als wir vom Möbelbeschlag auf Küchen zubehörten.

00:35:00: Das ist ja auch ein Prozess.

00:35:01: da geht nicht so im Schalter umdrehen und dann hast du gleich die Umsätze im Küchensüber.

00:35:07: Da musst du Geduld und Zeit haben.

00:35:09: aber das Allerwichtigste ist was die Menschen brauchen ist Geduld ... geben, sich entwickeln zu lassen.

00:35:19: Nicht nach dem ersten.

00:35:20: Schlechter werden gleich die Flinte ins Gorn schmeißen.

00:35:23: Manche Dinge brauchen Zeit um sie zu entwickeln.

00:35:26: Wie feierst du Erfolge?

00:35:27: Gab es sowas?

00:35:28: Stimmt oder?

00:35:29: Jeden Tag!

00:35:31: Das ist stark... Was heißt jeden Tag?

00:35:34: Das finde ich stark übrigens weil man schafft ja jeden Tag was und man vergisst oft sich da zu feiern.

00:35:40: Dies Geheimnis hätte ich gern gelüftet.

00:35:42: Ja man kann ja erfolger auch feiern, indem man lächelt oder den Leuten auf die Schulter klopft.

00:35:50: Oder ich finde das gerade in der Mannschaft ganz wichtig.

00:35:53: Egal ob der Torwart jetzt sich in die richtige Ecke geschmissen hat oder der Schlachmann einen tollen Ball geschlagen hat oder sonst was.

00:36:04: Wichtig ist es nicht alles mit Geld zu machen Lächeln oder Schulter klopfen, vielleicht auch mal ein Glas Bier zusammen zu trinken.

00:36:15: Also ich finde eine Mannschaft die braucht Optimismus.

00:36:19: und wie heißt das so schön?

00:36:21: The winner takes it all.

00:36:22: Wenn du positiv denkst dann kriegst du alles andere auch Und das lebst Du auch vor.

00:36:27: ja Ich versuch dass Wie war es denn als lasse gesagt hat er möchte gerne in den Betrieb einsteigen.

00:36:36: Konntest du da schöpfen, aus dem wie dein Vater mit dir umgegangen ist?

00:36:40: Wo du ja gesagt hast, ihr habt sehr gut zusammen gearbeitet?

00:36:44: Ja ich habe mir das auch keine Probleme gehabt.

00:36:47: Der ist dahinein gewachsen.

00:36:49: Wie lange lasst du schon da?

00:36:50: zwanzig Jahre glaube ich bei uns aufschauen in der Firma.

00:36:53: Das war nie festgenagelt dass er das unbedingt übernehmen sollte oder müsste oder sonst was.

00:37:01: Da ist er hinein gewachsen und ihm macht das Spaß.

00:37:04: Er hat da kein Problem mit, ich habe auch keinen Problem mit.

00:37:07: Der ist hineingewachsen und er macht seine Sache sehr gut.

00:37:10: Er macht sie sicherlich nicht so wie ich.

00:37:12: Er ist ein bisschen anders.

00:37:16: Aber viele Dinge von dem, die wir eingeführt haben wird der auch weiterführen und vielleicht etwas Besseres hier und da mal finden.

00:37:24: Wir haben unser Bestes gegeben, dass wir den auch machen.

00:37:27: Haio was kann Lasse besser als du?

00:37:29: Da krieg ich hundert Meter schneller hin, ich lauf keine C Null mehr.

00:37:37: Sehr gut!

00:37:38: Aber unternehmerisch... Es gibt ja.

00:37:40: jeder Mensch ist ein bisschen anders.

00:37:41: Er wird irgendwie anders vielleicht mit den Menschen umgehen aber irgendwelche Fähigkeiten wird er haben.

00:37:46: wo du sagst Mensch da bin ich ganz stolz.

00:37:48: das macht er besonders gut und besser.

00:37:50: Ja er hat Fähigkeiten die anders sind als unsere.

00:37:55: meine Frau ist ja auch drin Und ich kritisiere da auch nichts.

00:37:58: Ich gebe ihm höchstens mal einen Ratschlag, aber er kann mir auch ein Ratsschlag geben wenn er meint, ich habe eine falsche Entscheidung oder eine Entscheidung getroffen die nicht okay ist.

00:38:08: Also ich bin kein Diktator.

00:38:09: das ist mir zumindest noch nie gesagt worden dass ich ein Diktater bin.

00:38:14: Das bringt auch nix.

00:38:16: Haio welche Werte sollte die nächste Generation unbedingt bewahren?

00:38:20: Ein Team zu bleiben und mit allen Menschen des Teams im Grunde genommen auch zum Team, weil sie übernehmen unsere Arbeit und machen damit ihre Arbeit.

00:38:35: Also Mensch zu bleiben und teamfähig zu bleiben.

00:38:40: Find ich einen sehr schönen Wert.

00:38:41: Ja.

00:38:41: Ich finde es ganz wichtig dass man mit den Kunden ein vernünftiges Verhältnis macht Mannschaftsverhältnis macht.

00:38:47: Letztendlich gilt ja für die ganze Wirtschaft, egal ob du eine Tankstelle hast oder ein Handwerksbetrieb, das kann nur funktionieren werden.

00:38:55: alles funktioniert und wenn es den Leuten nicht so gut geht dann muss man denen auf die Sprünge helfen nicht vielleicht.

00:39:02: Haio, worauf freust du dich im Moment am meisten?

00:39:04: Gibt's irgendeinen Ausflug, irgendeine große Wanderung oder einen Event was du mit deiner Frau vielleicht besuchen möchtest?

00:39:14: mehrere Probleme.

00:39:15: Erstens habe ich Parkinson, da hab' ich jetzt so ein Rentner-Ferrari, so einen Rollator mit denen... Also große Wanderung kann ich nicht mehr machen.

00:39:24: Dafür würde ich mich freuen, mit meiner Frau in der Toscana oder nach Gran Canaria zu fahren irgendwo in einem schönen Hotel zu sitzen, wir kennen da welche und am Sonnenschirm zu liegen und viel um mich herum Bücher und Magazinen zum Lesen zu

00:39:39: haben.".

00:39:40: Das ist doch ein sehr schönes Ziel!

00:39:43: So wie wir dich jetzt kennengelernt haben, ehrlich Haio.

00:39:46: Kann man als so ein Vollblutunternehmer wie du jemals ganz loslassen?

00:39:51: Tue ich auch nicht!

00:39:52: Denken tue ich nach wie vor und meine Fachzeitung lese ich auch weiter.

00:39:56: Wenn ich dann eine Idee habe, dann gehe ich zu meinem Sohn oder zu unseren Leuten hin und erzähle ihnen das.

00:40:02: Also das denken gehört nicht auf... Das ist doch schön, dass soll auch so sein.

00:40:06: Außerdem Ab und zu mal einen schönen doskanischen Rotwein zu trinken haben, das ist ja auch etwas Schönes.

00:40:12: Das ist auch was Schönes!

00:40:13: Was sind so die schönste Erinnerungen als Unternehmer in den ganzen Jahren?

00:40:16: Gibt es irgendeinen Highlight?

00:40:18: wie ein Fußballverein sagt wir haben die Champions League gewonnen gab es einen besonderen Aha Moment.

00:40:24: also was mich immer am meisten gefreut hat.

00:40:27: Wir haben ja viele Produktentwicklungen auch in verschiedenen Bereichen gemacht, Lufttechnik, Abfallsystemen und Beleuchtung usw.

00:40:35: Und da sind einige gewesen.

00:40:37: wenn wir mal schöne Designpreise bekommen haben für unsere eigenen Designs und Entwicklungen das hat mich immer am meisten gefreut.

00:40:43: Da hängt ja viel Herzblut drin und wie Einsatz drin und wir haben mal so wie heißen die Thermal Design Award und solche Sachen bekommen Hat mich immer sehr gefreut und ich glaube die Mitarbeiter, die sind dann auch sehr stolz.

00:41:00: Das ist ja auch eine Sache.

00:41:01: Ja nicht so ganz viele Goldmitteile bei der Olympiade aber sehr ähnlich ne?

00:41:05: Sehr ähnlich.

00:41:06: ob es unbedingt wenn du deinem dreißigjährigen Ich heute einen Ratschlag geben könntest welcher Ratschlag wäre das wie cool baby Der ist nichts hin zuzufügen.

00:41:20: also die Ruhe bewahren Da habe ich nicht mitgerechnet.

00:41:24: Ich dachte, das kommt wirklich in eine längere Antwort.

00:41:28: Ja!

00:41:28: Kann ich gut mit leben?

00:41:32: Doch, ich finde es auch nicht wichtig, Ruhe bewahren ist wichtig.

00:41:36: Dieses aufgerechtete, klare Kopf ist immer wichtiger als alles durcheinander im Kopf.

00:41:44: Ich glaube wir haben das Leben von Haio wirklich gut umrundet... Echt eine spannende Zeitreise, wie sich das Unternehmen und vor allem auch Vihario das Unternehmen geprägt hat bis heute.

00:41:55: Und immer noch aktiv ist.

00:41:57: es gibt eine Frage die mich besonders interessiert oder muss ich selber einmal durchatmen Wie möchtest du als Unternehmer und als Mensch in Erinnerung bleiben?

00:42:11: gute frage Ja So wie war Authentisch dem ist nichts hinzuzufügen.

00:42:22: Ich glaube, da hat jetzt gerade wieder jemand Gänsehaut bekommen.

00:42:26: Also ich konnte die Frage schwerstellen.

00:42:28: muss ich sagen, das so grade in dem Kontext ja.

00:42:33: Haio ein ganz bisschen was Persönliches noch weil es ist und bleibt ja ein Küchen-Podcast beschreibt doch mal eure Küche zu Hause!

00:42:43: Das ist bestimmt auch so, wie wir dich jetzt kennengelernt haben.

00:42:47: Die ist nicht normal, glaub ich.

00:42:49: Die isst irgendwie besonders designet?

00:42:51: Da habt ihr doch bestimmt irgendeinen besonderen Anspruch!

00:42:54: Ja die ist ... muss dir mal ein Foto schicken vielleicht.

00:42:58: Wo wir jetzt wohnen... das ist am Stadtrand von Norderndon.

00:43:04: Wir hatten vorher einen Haus vor dem Jahr neunzehlt sieben von den Eltern übernommen und haben ein Grundsück gesucht und gefunden damals, das war Ende der achtziger Jahre am Stadtrand kurz vor der holländischen Grenze Naturschutzgebiet.

00:43:19: Meine Frau die läuft in der Woche mit ihren Freunden da auch und so und dann wohnen wir seit zwei neunzig.

00:43:27: Und diese Küche... also Küche muss ich vielleicht noch eines sagen Ich hatte vier Schwestern Zuhause.

00:43:32: bei den Eltern hat die Mutter gekocht.

00:43:34: Die Schweste haben das gelernt.

00:43:36: Wir Jungs sind nie ans Kochen gekommen höchstens an ... als abtrocknen oder sowas, ne?

00:43:42: Deswegen habe ich meiner Frau dann in unserer neuen Wohnung ... ... aus der Zweiundneinzig gesagt.

00:43:47: Ich möchte bei dir Lehrlings sein und möchte kochen lernen!

00:43:51: Und inzwischen könnte ich schon die Meisterprüfung ablegen.

00:43:55: aber das tue ich nicht weil ich möchte weiter Lehrling bleiben... Man lernt nie aus,

00:43:59: ne?!

00:44:00: Das macht mir in der Küche viel Spaß, weiterhin Lehrling zu sein obwohl ich inzwischen auch so weit schon bin dass ich selbstständig ohne Meister etwas zusammenkriege, ne?

00:44:13: Also das macht Spaß.

00:44:14: Die Küche sieht so aus... Meine Frau sagt immer ganz zufrieden... Ich hab die Küche selber entworfen von der Architektur her.

00:44:23: Wir haben so eine Bullthauptwerkbank in der Mitte stehen, die weiß nicht ob ihr sie kennt.

00:44:27: Die Werkbank mit der E-Zahlplatte Und sie ist für eine Person, wenn eine Person kocht.

00:44:35: Aber meine Frau schimpft immer, das wäre ihr zu eng.

00:44:37: Ich sag ich brauch dich nicht dazu!

00:44:39: Ich kann heute alleine arbeiten.

00:44:40: Ich mach gerne meine Küchenarbeit selber ohne mich.

00:44:44: Die Küche hat auch einen alten Drogerie-Schrank auf der gegenüberliegenden Seite von vier Meter Längehunge.

00:44:52: Das war so ein Ausstellungsschrank in der Drogeries und da sind die ganzen zu Küche gehörenden Sammeldinge, alte Sporzellanen, alte Bestecke und alte schöne Dinge dekoriert in dem schönen alten Drogerischschrank.

00:45:12: Dann ist es noch ein alter Medizinschrank.

00:45:15: also sehr schöne Küche auch farbig weil ich finde Küchen müssen farbig sein sonst ist sie langweilig.

00:45:24: nicht nur zum Leben gehört Farbe Und das ganze Farblose, was heute zum Tal gemacht wird finde ich langweilig.

00:45:34: Da wird man depressiv und deswegen haben wir auch die Küche farbig, die Deckel, die Seiten, die Möbel selber sind farbig.

00:45:42: Also ich find schon ne farbige Küche finde ich ganz wichtig.

00:45:47: für den Kopf ist es sehr wichtig.

00:45:50: Bei euch war's ja nie langweiler in der Küche mit vier Schwestern hast du gesagt zwei Jungs vier SchWestern?

00:45:55: Jetzt hab' ich eine Frage.

00:45:57: Wir verbinden ja gerne Erinnerungen auch mit Gerüchen und Geschmäckern.

00:46:02: Und ich unterstelle wahrscheinlich, ist das bei dir wie bei mir?

00:46:06: der Kartoffelsalat von der Mama schmeckt am besten?

00:46:09: Das Schnitzel von der Mama und das Gulasch und verschiedene Gerichte von der Mamma ist das beste Essen in der Welt.

00:46:15: Können deine Schwestern so kochen wie die Mama?

00:46:18: Die eine oder andere schon?

00:46:19: Also zwei habe ich im Auge, die können gut kochen.

00:46:22: Bei den dritten habe ich noch nicht viel gegessen also...die vierte Das geht auch, was sie machen.

00:46:29: Doch die können gut

00:46:30: kochen.".

00:46:31: Und das sind dann immer die Erinnerungen?

00:46:32: Wenn es so schmeckt wie bei Mutter... Mir wird das gefallen!

00:46:36: Ich weiß dass meine Schwestern das auch ähnlich können und gefällt mir sehr gut.

00:46:40: Also ich finde zum Beispiel, meine Schwiegermutter Gott hat sich seelig.

00:46:44: Die konnte noch besser kochen.

00:46:46: Obwohl ich beladige in meiner Familie nicht damit aber ... Meine Schwiegemutter hat so bestimmte Und davon hat meine Frau gelernt.

00:46:57: Bestimmte Gerichte gemacht, die heute noch in der Nase sind.

00:47:01: Also wirklich gut ... Die war auch nach dem Krieg von der Nationalität der Hollanderen.

00:47:11: Als sie Deutschen den Krieg verloren haben, kamen ja die Engländer zu uns da und dann hat sie so ein Haus geleitet mit ... Wo die Engländer Besitzer waren und sie war die Chefin des Hauses sozusagen.

00:47:29: Und musste auch kochen und so.

00:47:31: Die konnte gut kochen, die Schwiegermutter.

00:47:33: Also kannst du das wiederlegen?

00:47:35: Bei den Niederländern, bei den Holländer wird nicht alles nur frittiert... ...die Schwiegarmutter konnte richtig gut kochern.

00:47:41: Ja ja!

00:47:42: Dein Lieblingsgericht als Kind und heute?

00:47:44: Mein Liebnis als Kind, Pomp Fritz.

00:47:47: Als Kind ne?

00:47:48: Einfach nur Pomp... vom Frühstück mit Mayo, wie die Holländer das machen.

00:47:52: Und heute... Ja!

00:47:54: So eine schöne Rindfleischsuppe zum Beispiel ist herrlich.

00:47:57: Suppen mache ich sowieso gerne.

00:47:59: Aber egal was sie auch sehr gerne macht dass es Fisch in allen Variationen gegrillt doch Fisch mache ich sehr gerne hin.

00:48:09: Es gibt ja wenig, wenig gute Restaurants mit Fisch bei uns im regionalen Raum aber Doch ab und zu jetzt in der Toskana zum Beispiel, da kannst du wieder... ...in verschiedenen Variationen sein Fisch in verschiedenen Ausführungen bekommen.

00:48:26: Das schmeckt schon lecker!

00:48:27: Wobei das muss man den Hollandern ja schon lassen.

00:48:30: Fisch könnt ihr auch?

00:48:31: Ja ja, Fisch könnte ich auch.

00:48:33: Ja liebe Küchenliebenden, dass war die Geschichte Von Naba, von Hansjo Achim Naba.

00:48:39: Das war so unser erster Aufschlag hier in Sascha mit Küchenliebel.

00:48:42: die Legenden.

00:48:43: Ja das waren wirklich Gänsehortmomente.

00:48:45: dabei muss ich sagen hat richtig Spaß gemacht!

00:48:48: Liebe Küchen liebenden Danke dass ihr Zeit mit uns verbracht habt.

00:48:52: Viele Grüße aus Bayern servus und ciao!

00:48:54: Ja auch von mir vor allem nochmal direkt an dich Haio vielen lieben Dank Und du hast ja im Prinzip aus zwei Arbeitsleben berichtet.

00:49:02: Du hast gleich das letzte Wort, ich sage vielen Dank auch an die Zuhörer, Zuschauer und Grüße aus dem Hohen Norden.

00:49:09: Also euch erstmal ganz tollen Dank!

00:49:12: Das war für mich auch eine Premiere.

00:49:14: Ich habe sowas noch nicht gemacht also... Gibt es auch eine Bewertung nachher im Netz?

00:49:21: Ja, das war sehr gut.

00:49:22: Das können wir so schon sagen!

00:49:25: Es hat mir sehr gut gefallen und wir haben uns nett unterhalten.

00:49:29: Wenn ihr mal aus München oder aus dem hohen Norden hier in dieser mittleren Nordenseite seid, seid ihr herzlich gerne eingeladen.

00:49:36: Trinken wir auch ein Glas Rotwein zusammen oder Weißwein oder was auch immer.

00:49:41: Spumante habe ich ja auch aus Italien Und dann können wir euch den Betrieb mal zeigen.

00:49:46: Wie gesagt, ihr habt das toll gemacht!

00:49:48: Also ich bedanke mich und see you later Alligator!

00:49:51: Bleibt stabil.

00:49:52: alles Gute!

00:49:53: Alles klar.

00:49:54: danke schön und euch noch eine gute Restwoche!

00:49:57: Ciao ciao!

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